FF-Rennweg
Feuerwehr Rennweg
Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Rennweg

Nach einem verheerenden Brand, der 1860 die Ortschaft St. Georgen bis auf die Kirche und die Anwesen Lenzhans und Grabner fast zur Gänze vernichtete gab es bereits Überlegungen für einen Brandschutzverein. Aus einem Dokument aus dem Jahre 1874 geht hervor, dass es einen Verein zur organisierten Brandbekämpfung im Gemeindegebiet gab.

Die Freiwillige Feuerwehr Rennweg wurde schließlich nach mehreren Bränden im laufenden Jahr über Initiative des Oberlehrers Ambros Zußner aus St. Georgen am 26. Oktober 1890 im Gasthaus vlg. Brenner in Rennweg gegründet und beim Kärntner Landesfeuerwehrverband angemeldet.

Als Gründungsmitglieder scheinen auf:
Zußner Ambros, Oberlehrer in St. Georgen
Koch Franz, vlg. Brenner in Rennweg
Koch Johann, Brauereibesitzer in Rennweg
Grießer Peter, Heiß in Rennweg
Strafner Johann, Rennweg
Schiffer Mathias, Schmied in Rennweg

Erster Kommandant wird Ambros Zußner.


Die Mitglieder des ersten Ausschusses:
Zußner Ambros, Kommandant
Grießer Peter, Kommandant Stellvertreter
Koch Johann, Brauer
Koch Franz, vlg. Brenner
Schiefer Mathias, Schmied
Schatzberger, Uhrmacher
Brugger Johann, vlg. Mathias
Brugger Josef, vlg. Sagmeister
Gauglhofer Josef, vlg. Bindersepp
Gell Georg, Kramer
Meißnitzer Mathias, vlg. Waltele

(alle Rennweg)

 

Namen der Kommandanten in zeitlicher Reihenfolge:
1890   Zußner Ambros, Oberlehrer in St. Georgen
1891 - 1893   Grießer Peter
1894 – 1900   Schiffer Mathias
1901 – 1902   Koch Franz
1903 – 1906   Schiffer Mathias
1907 – 1921   Koch Johann
1922 – 1925   Peitler Johann, vlg. Hatz
1926 – 1930   Koch Johann, Katschtalerhof
1931 – 1932   Peitler Johann, Hatz
1933 – 1934   Krangler Johann, Schmied in Rennweg 
1935 – 1937   Peitler Johann, vlg. Hatz
1938 – 1947   Krangler Johann
1948 – 1959   Meißnitzer Johann, vlg. Waltele 
1960 – 1963   Aschbacher Josef, vlg. Stoff
1964 – 1979   Ramsbacher Adolf, Sägewerk
1979 – 1985   Dullnig Stefan, vlg. Nieß in Krangl
1985 – 1996   Egger Andreas, Rennweg
1997 – 2003   Sonnberger Josef, Katschberg
2003 –   Egger Andreas, Rennweg

 

Wichtige Ereignisse aus der Geschichte der Feuerwehr Rennweg

29. Dezember 1892
Nachts brennt das Wirtschaftsgebäude beim vlg. Käfer in St. Georgen zur Gänze ab. Große Kälte erschweren die Löscharbeiten sodass erwärmtes Wasser verwendet werden musste.

27. September 1896
Der 3. Bezirksfeuerwehrtag unter Teilnahme der FF Gmünd – Malta – Trebesing – Eisentratten – Kremsbrücke und St. Peter/Oberdorf, fand diesmal in Rennweg statt.

08. Mai 1898

Beim vlg. Höfler in Gries kommt es nachmittags zu einem Kaminbrand, der bei

Eintreffen der Feuerwehr Rennweg bereits von der FF St. Peter/Oberdorf

gelöscht war.

18. und 19. Oktober 1898
In der Nacht wurde das zusammengebaute, unbewohnte Wohn- und Wirtschaftsgebäude vlg. Oberbrugger ein Raub der Flammen.

27. Dezember 1898
Die Schneiderkeusche in Laußnitz brannte zur Gänze ab.

05. Dezember 1900
Das Haus und Wirtschaftsgebäude vlg. Genshofer brannte zur Gänze ab. Als Löschwasser stand nur der Hausbrunnen zur Verfügung. Das Vieh wurde von
den Hausleuten und Nachbarn gerettet.

13. und 14. September 1903

Das ganze Liesertal wurde von einer schrecklichen Hochwasserkatastrophe

heimgesucht. Starke Schneefälle, welche bis in die Höhenlagen in Regen übergingen führten zur Katastrophe. Die Verheerungen im ganzen Liesertal

waren unbeschreiblich.

02. November 1905
Während der Allerseelenmesse zündeten Kinder beim Mörtlbauer in Krangl beim Haus aufgeschichtete Holzscheiter an, worauf das Feuer auf das Haus übergriff. Mit Handspritzen gelang es, das Feuer zu löschen und ein Einsatz der Hauptspritze war nicht mehr erforderlich.

01. April 1912
Die Oberschleiferkeusche am Saraberg wurde ein Raub der Flammen.

19. März 1913
Beim Brand der Schusterkeusche in Angern (heute Kratzwald) war wie am Saraberg auch die Feuerwehr Rennweg im Einsatz.

08. Jänner 1921
Abends brach im Wirtschaftsgebäude Pleschberger in Rennweg ein Brand aus. Starker Wind trug die Flammengarben bis nach St. Georgen. Der Brand konnte auf das Wirtschaftsgebäude und des daneben stehenden Pferdestall von Johann Koch beschränkt werden.

31. Juli 1921

Um 3 Uhr Nachmitags gin güber dem nordöstlichen Teil des Katschtales ein

furchtbares Gewitter nieder. Wolkenbruchartiger  Regen ließ den St. Georgner-

bach und den Laußnitzbach plötzlich anschwellen. Der Weg nach St. Georgen

wurde völlig zerstört, ebenso der durch den Laußnitzgraben, wo es auch

einige Brücken wegriß. Viele Wiesen und Äcker wurden versandet.

1924

Beim Pleschberger in Rennweg brach aus unbekannter Ursache ein Brand aus,

welcher den hölzernen Teil des Hauses zur Gänze vernichtet.

22. Februar 1925
Beim Feuerwehrball mit Tombola im Gasthof Post wurden Einnahmen von 12 Millionen Kronen erzielt!

24. April 1926
Bestellung einer 22 PS starken Motorspritze bei der Fa. Oberascher in Salzburg um 9.300 Schillinge. Außerdem 33 Stück à 15 m Hanfschläuche mit eingebauten Reichskupplungen, den Schlauch pro m um 4 Schillinge und die Doppelkupplung

um 19 Schillinge bestellt. Die Anschaffung erfolgt aus dem Geld, welches von

Holzverkäufen der einzelnen Bannwälder stammte (im Laußnitzgraben gibt es

deshalb heute noch eine Feuerwehrfrattn). Die Motorspritze wurde am 10.

Oktober eingeweiht, als Patin fungierte Maria Pleschberger aus St. Georgen.

12. Dezember 1926

Nach länger andauerndem Regen kam es beim Abwerzgerbachl zu Hochwasser

und Hangrutschungen, so daß die Feuerwehr eingesetzt werden musste.

1929
Ankauf einer zweirädrigen, eisenbereiften Motorspritze aus Salzburg.

Verursacht durch spielende Kinder brannte das Anwesen vlg. Weber in St. Georgen zur Gänze nieder.

1931

Wieder schwollen alle Bäche nach längerem Regen stark an, besonders das

Abwerzgerbachl, der Katschberg- und der Laußnitzbach. Viele Wege in Abwerzg,

Zanaisch und Laußnitz wurden in Mitleidenschaft gezogen und Äcker und Wiesen

vermurt.

1935
Waldbrand im Mörtenbauerbergteil am Sonnberg, welcher von der FF Rennweg gelöscht wurde.

29. September 1935
Fertigstellung und Einweihung des neuen Spritzenhauses gegenüber des

Anwesens Graimann, vgl. Sagmeister in Rennweg im so genannten "Sauzipf".

Die Kosten wurden von der Gemeinde Rennweg getragen.

23. Jänner 1937

Gegen 21 Uhr gab es ein so gewaltiges Nordlicht, daß man glauben konnte,

daß ganz St. Michael in Flammen stünde und überall die Feuerwehren ausrückten.

23. und 24. April 1938
Haus und Stall von Anton Cottogni, vlg. Tajrer in St. Peter brennen aus unbekannter Ursache nieder.

1944
Waldbrand durch spielende Halterbuben in der Oberdorfer Leitn. Löscharbeiten durch beide Wehren, Zivilpersonen und Buben des Wehr-Ertüchtigungslagers.

1946
In den Nachtstunden der Weihnachtsfeiertage brannte die hölzerne Zechnerkeusche in Gries ab. Trotz extremer Kälte konnten die Wohnräume

gerettet werden.

13. April 1949
Spielende Kinder verursachen beim vlg. Plank in St. Georgen einen Brand, der durch orkanartige Winde angefacht, das ganze Dorf in Gefahr brachte. Brennende Schindeln flogen bis auf die Feldäcker, wo Misthäufen zu brennen begannen und

sogar bis nach Rennweg, wo beim Schiffer Hermann das Dach bereits brannte.

Brennende Schindeln flogen sogar bis auf die Felder vor der Ortschaft Krangl.

Alle Feuerwehren des Liesertales standen im Einsatz, das Löschwasser mußte

über Relaisstationen von der Lieser hochgepumpt werden.

27. Oktober 1956

Am Schönbichl brannte aus unbekannter Ursache der Heustadel von Jakob
Platzer, St. Peter ab.

27. Juli 1962
Durch Blitzschlag geriet der Strafnerstall in Brand, Tiere kamen nicht zu Schaden.

11. Februar 1963
Durch unsachgemäße Lagerung heißer Asche in der Triebelnig Wagenhütte brach ein Feuer aus, welches über die Straße auf den Stampferhof übergriff. Starke Schneeverwehungen erschwerten den Löscheinsatz der Feuerwehren und das

Anwesen war nicht mehr zu retten.

04. Jänner 1966
In der Selchkammer der unbewohnten Hansbauernkeusche brach ein Brand aus, welcher diese völlig einäscherte.

03. August 1967

Gegen 21 Uhr ging in der Luckaalm im Wolfsbachgraben ein Jahrhundert-

Wolkenbruch nieder, welcher den Wolfsbach binnen kürzester Zeit in einen

tobenden Wildbach verwandelte. Der Wolfsbachweg entlang der Bauäcker , die

Baubrücke  und die Gemeindestraße von der Lieser bis zum Urthaler wurde

zerstört, 2 Häuser, Urthaler und Schmied mußten evakuiert werden. Die Schmied-

mutter konnte von der Feuerwehr noch rechtzeitig  aus dem von Wasser und

Geröllmassen eingeschlossenen Haus gerettet werden. Auch das Krangler-

bachl verursachte großen Weg- und Flurschaden.

07. und 08 September 1967

Durch starke Regen- und Schneefälle im hinteren Pöllatal entstand das größte

Hochwasser seit 1903, und nur das Wolfsbachtal blieb diesmal verschont.

Binnen weniger Stunden wurden im gesamten Gemeindebereich 18 Brücken,

darunter drei Straßenbrücken weggerissen und einige aufs Schwerste

beschädigt. An Straßen, Wegen und Fluren entstand schwerster Schaden.

Die Bundesstraße nach Spittal war an mehreren Stellen unterbrochen und

die Versorgung erfolgte durch Hubschrauber und über eine Woche lang war

das Katschtal nur über den Katschberg erreichbar.

29. Juli 1969
Der Zickerhof am Adenberg wurde ein Raub der Flammen. Wassermangel erschwerte die Löscharbeiten und der Einsatz der Tanklöschfahrzeuge

bewährte sich hier bestens.

FF Rennweg am Katschberg

28. Jänner 1971

Offizieller Anschlag des Katschbergtunnels.

1971
Infolge eines überhitzten Traktormotors brach auf der Tenne des Hatzhofes in St. Georgen ein Brand aus. Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnte der Wohntrakt gerettet werden.

Hatzbrand

21. Dezember 1974

Verkehrsfreigabe der ersten Katschbergtunnelröhre im Gegenverkehr.

1976

Durch Zündeleien eines Schülers entstanden am Katschberg 2 kleinere
Waldbrände, welche sofort gelöscht wurden.

13. September 1978
Waldbrand auf der Burgstallberger Alm, gemeldet durch einen Piloten der AUA.

Einsatz beider Katschtaler Wehren.

27. Juni 1980

Verkehrsfreigabe des Autobahnabschnittes Rennweg - Gmünd.

29. auf 30. Juli 1980

Ein Unwetter über der Krangleralm ließ den Krangler-, Schlaipfer-, sowie den

Burgstallbergerbach aus den Ufern treten. Brücken und Wege wurden zerstört

und die Verbindung mit Spittal war auf zwei Tage unterbrochen.

1980/81
Trotz Widerständen aus Salzburg kommt es zur Gründung der zu Rennweg

gehörigen Löschgruppe am Katschberg.

1981

Erste Besuchs- und Werbefahrt mit Katschtaler Trachtenmusikkapelle und

Schuhplattlergruppe zur Feuerwehr Stierstadt nahe Frankfurt / Deutschland.

1982
Durch den Brand der Bienenhütte des Peter Bliem, vlg. Winkler Zanaischg, gerieten auch Stall und Wohnhaus in Brand. Das Wirtschaftsgebäude wurde eingeäschert, das Wohnhaus gerettet.

1983
Indienststellung und Weihe eines Kleinlöschfahrzeuges (KLF) ), welches von der Tauern Autobahn AG (TAAG) finanziert wurde.

31. August 1983
In den Nachtstunden brach im Maschinenraum des Sägewerkes Ramsbacher

ein Brand aus, das aber vom Besitzer rechtzeitig bemerkt wurde. Der Brand

wurde durch die FF Rennweg erfolgreich bekämpft, es entstand jedoch ein

Sachschaden an dem Gebäude und den Geräten von 2 Mio. öS.

04. August 1986
Durch indirekter Blitzschlag gegen 19:45 Uhr geriet das Wirtschaftsgebäude

von Peter Ramsbacher, vlg. Karlbauer am Wirnsberg in Brand. Akuter Wasser-

mangel erschwerte die Löscharbeiten und wieder einmal bewies sich der Wert

der Tanklöschfahrzeuge, so wurde auch ein Tankwagen von der Salzburger

Nachbarwehr St. Michael/Lungau nachgeordert.

1988
Das neue Feuerwehrhaus bei der Ortseinfahrt nach Rennweg wird bezogen.

Die Krasserkeusche wurde ein Raub der Flammen.

1989
Fertigstellung und Einweihung des neuen Feuerwehrhauses und Weihe eines

neuen Tanklöschfahrzeuges (ULFA 2000).
Die Heißalm wurde ein Raub der Flammen.

1990
Ankauf und Einweihung unserer Vereinsfahne zum 100 jähriges Bestandsjubiläum.

15. November 1991
Brandausbruch im Hotel Berghof am Katschberg, starker Schneefall erschwerte den Löscheinsatz der Wehren.

1992
Errichtung und Einweihung eines Gerätehauses am Katschberg.

1994
Ankauf und Einweihung des neuen Tanklöschfahrzeuges (TLFA 1000) am Katschberg.

29. Mai 1999
Länderüberschreitender Einsatz – Brandeinsatz im Tauerntunnelinferno.

2000

Feiern zum 110 jährigen Bestandsjubiläum.

2002
Übergabe und Weihe eines neuen Kleinrüstfahrzeuges (KRF-W).

01. Oktober 2002

Vor dem Katschbergtunnel ereignet sich ein Auffahrunfall mehrerer LKW mit

tödlichem Ausgang. Noch während der Aufräumungsarbeiten fährt erneut ein

LKW auf den sich nach dem 1. Unfall gebildeten Rückstau auf und gerät in Brand.

25. Februar 2003
Nach einem schweren Unfall gehen zwei LKW auf der Autobahn in Flammen auf -

wie ein Wunder überleben beide LKW-Fahrer nahezu unverletzt. Tiefe

Temperaturen erschweren den Lösch- und Bergeeinsatz.

2005
Austausch des alten Tanklöschfahrzeuges gegen ein modernes Rüstlöschfahrzeug (RLFA 2000) und Weihe desselben.

26. Jänner 2007

Anlässlich der Jahreshauptversammlung wird die neu erstellte Homepage der

Freiwilligen Feuerwehr Rennweg vorgestellt.

19. Juni 2007
Ein mit Biodiesel beladener Tanklastwagen gerät vor dem Katschbergtunnel in

Brand. Es besteht akute Explosionsgefahr.

30. April 2009

Eröffnung der beiden Katschbergtunnelröhren im Richtungsverkehr.

23. Dezember 2009
Im Hotel "Hutter" am Katschberg kommt es in einem Appartement zu einem

Brand, welcher rasch ohne großem Sachschaden gelöscht werden kann.

 

23. Oktober 2010
Die Feuerwehr feiert Ihr 120 jähriges Bestehen im Rahmen einer kleinen Feier im Rüsthaus mit einer Pumpenausstellung und der Präsentation der neuen Feuerwehrchronik.

Juni 2011

Errichtung eines Schauraumes für alte Feuerwehrgerätschaften beim Rüsthaus Rennweg durch die Kameradschaft und freiwillige Helfer.

15. August 2011

Feier zum 30 jährigen Bestandsjubiläum des Löschzuges am Katschberg.

 

Viele kleinere Einsätze, Hilfeleistungen, Aufräumungsarbeiten, Bergearbeiten (Technische Einsätze) und vieles mehr waren

und sind selbstverständlich.